Zugführer: Warten bis die Zeit vergeht

Die Tätigkeit einiger Zugführer lässt sich zurzeit wie folgt beschreiben: Warten bis die Zeit umgeht. Wegen neuer Regeln bei der Testabnahme müssen viele Zugfahrer der NMBS auf die Verlängerung ihrer Führerscheine warten und können somit nicht ihrer eigentlichen Tätigkeit nachkommen.

Das Verlängern der Zugführerscheine dauert wegen neuer Vorschriften besonders lange und führt somit zu deutlichem Verzug. In Het Niewsblad und De Standaard sagen die Gewerkschaften: "In Kürze werden Züge abgeschafft, weil wir einfach zu wenig Zugfahrer haben.“

Jedes Jahr wird die Gesundheit der Zugführer der NMBS geprüft. Alle drei Jahre müssen sie ihre Fähigkeit in verschiedenen Tests beweisen. In diesem Jahr ist ein psychologischer Test neu hinzugekommen, dessen Vorschriften einige Probleme aufweisen. „Demnach können manche Zugfahrer diesen Test erst ablegen, wenn ihre Lizenz abgelaufen ist. Weil es manchmal bis zu 30 Tage dauert, bis ihr Führerschein verlängert wird, können Betroffene in dieser Zeit nicht arbeiten.“, erklärt die Unabhängige Gewerkschaft der Eisenbahner.

Allein in Ost- und Westflandern sind zwanzig Zugführer gezwungenermaßen inaktiv. Bei mehr als hundert von ihnen steht noch in diesem Jahr eine Lizenzverlängerung bevor. Auf das ganze Land verteilt sind zurzeit einige Dutzend NMBS-Zugfahrer betroffen. "Während diese Zugfahrer nicht arbeiten können, werden ihre Kollegen aus dem Urlaub geholt“, meldet die Bahngewerkschaft ACOD.

Der NMBS nach gibt es momentan "keine betrieblichen Probleme“. Der Minister Paul Magnette für öffentliche Unternehmen aus der sozialistischen Partei hatte am Mittwoch eine Unterhaltung mit der OVS (Gewerkschaft für Einsenbahnpersonal) und wird die Sache untersuchen lassen.