Bill Gates: Millionen für flämische Malaria-Forschung

Das Institut für Tropenmedizin in Antwerpen bekommt 3 Millionen Dollar von der Stiftung des amerikanischen Microsoft-Gründers Bill Gates. Diese Spende soll die Malaria-Forschung des Instituts in Kambodscha finanzieren.

Mit der Spende soll das Institut für Tropenmedizin untersuchen, ob sich die Anzahl Malariamücken und die Verbreitung der Krankheit durch eine speziell entwickelte Creme und ein Spray verringert. Ob diese Mittel tatsächlich wirken, wird in einem Zeitraum von zwei Jahren an den Bewohnern eines Dorfes in Kambodscha getestet.

Jedes Jahr sterben 800.000 Menschen an Malaria. Das Institut für Tropenmedizin in Antwerpen hat einen guten Ruf auf dem Gebiet der Malariabekämpfung. Zwar wird man die Krankheit nie komplett ausrotten können, aber in einigen Ländern wird die Zahl der Erkrankungen sowie das Risiko zur Erkrankung hoffentlich sehr bald deutlich sinken.

Mit den aktuellen Präventivmitteln (zum Beispiel mit Insektensprays und Moskitonetzen) können 80 bis 95% der Mückenstiche verhindert werden. Trotzdem kommen Malariaerkrankungen weiterhin sehr häufig vor. Außerdem drohen manche Mückenarten, resistent gegen die Insektizide zu werden.

Das ITG möchte in Kambodscha ein neues Abwehrmittel ausprobieren: So genannte „Repellents“. Dabei handelt es sich um ein Mittel, das großflächig auf Stoffe gesprüht wird und die Moskitos weiträumig fernhalten soll.

Mit den 3 Millionen Dollar für das Institut für Tropenmedizin in Antwerpen hat die Gates-Stiftung zum ersten Mal eine so große Summe an eine nicht-amerikanische Organisation gespendet.