Ergebnisse der Sozialwahlen 2012

In dieser Woche haben wir in Belgien das Ergebnis der Sozialwahlen vernehmen dürfen. Es sieht wie folgt aus: Die christliche Gewerkschaft bleibt die stärkste Kraft in ganz Belgien, gefolgt von der sozialistischen und der liberalen Gewerkschaft.

Das geht aus den Teilergebnissen hervor, die Arbeitsministerin De Coninck (Foto) am Dienstagnachmittag vorgestellt hat.

Mehr als 90 Prozent der Stimmen waren zu diesem Zeitpunkt bereits ausgewertet. Knapp 2 Millionen Arbeitnehmer haben in den vergangenen drei Wochen ihre Delegierten für die Betriebsräte in ihren Unternehmen neu gewählt.

Für den Vorsitzenden der liberalen Gewerkschaft ACLVB, Jan Vercamst, ist das Ergebnis der Sozialwahlen "historisch". Die Gewerkschaft konnte Stimmen hinzugewinnen und schaffte zum ersten Mal die 10 Prozentmarke. 

Auch bei der christlichen ACV zeigte man sich zufrieden. "Sowohl in allen Regionen als auch Sitzen bleiben wir die größte Gewerkschaft", so ihr Vorsitzender Marc Leemans. Die christliche Gewerkschaft bleibt also sowohl in Flandern, als auch in Brüssel und in Wallonien vorn, muss allerdings leicht einbüßen. Der Vorsitzende freute sich über die hohe Zahl der Frauen bei den Gewählten, gab aber auch zu, dass noch Spielraum für mehr sei.

Die sozialistische Gewerkschaft ABVV verliert nur wenige Stimmen im Vergleich zur letzten Sozialwahl 2008.

In ganz Belgien wurden bei den Sozialwahlen fast 45.000 Delegierte bestimmt. Mehr als ein Drittel davon sind Frauen. Die Sozialwahlen wurden in mehr als 10.000 Betrieben der Privatwirtschaft durchgeführt.