Blutbad in Houla: Reynders will UN-Einsatz

Belgiens Außenminister Didier Reynders (MR) ist der Ansicht, dass die internationale Gemeinschaft das Blutbad von Houla in Syrien nicht hinnehmen dürfe. In Houla hatten Soldaten etwa 100 Menschen, darunter 30 Kinder, kaltblütig umgebracht.

Belgiens liberaler Außenminister Didier Reynders fordert, dass sich der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit dem Blutbad, das syrische Sicherheitskräfte an etwa 100 Zivilisten in Houla angerichtet haben, beschäftigt.

Reynders ist sogar der Ansicht, dass es Zeit wird, eine starke Einheit von UN-Friedenstruppen nach Syrien zu entsenden, um der Gewalt des Assad-Regimes gegen die eigene Bevölkerung ein Ende zu bereiten.

Der belgische Außenminister sagte am Sonntag, dass Kofi Annan, der UN-Syriengesandte, der am Montag ein weiteres Mal in die syrische Hauptstadt Damaskus reist, nur noch einen Verhandlungschance habe. Misslinge diese, dann sei ein offener Bürgerkrieg in Syrien wohl nicht mehr zu vermeiden.

Am Sonntag waren in Houla Proteste gegen das Blutbad an den Zivilisten ausgebrochen. Dabei erschoss die Polizei nach Angaben der Opposition zwei weitere Personen.