Emilie Dequenne in Cannes ausgezeichnet

Beim Filmfestival in Cannes hat die belgische Schauspielerin Emilie Dequenne den Darstellerpreis im Wettbewerb "Un Certain Regard" erhalten. Dequenne spielt die Hauptrolle in dem Filmdrama "A perdre la raison" von Regisseur Joachim Lafosse.
"A perdre la raison"

Der Film, der einzige belgische Streifen, der in Cannes in einem Wettbewerb lief, erzählt eine wahre Begebenheit. Es ist die Geschichte des fünffachen Kindermordes von Nivelles, den Geneviève Lhermitte 2007 begangen hatte. Das Familiendrama hatte damals nicht nur ganz Belgien erschüttert.

Emilie Duquenne erhielt die Auszeichnung "Un Certain Regard“ für ihre darstellerische Leistung in den Streifen - eine belgisch-luxemburgisch-schweizerische Co-Produktion, denn sie spielt die Kindesmörderin, eine völlig zerrissene Mutter, die verzweifelt versucht, ihre Familie zusammenzuhalten, mit besonderer Intensität.

"A perdre la raison“ von Regisseur Joachim Lafosse (kleines Foto) wurde in Cannes mit Begeisterung aufgenommen. Emilie Dequenne ist bereits 1999 in Cannes ausgezeichnet worden und zwar für ihre Rolle in dem Film Rosetta. Ihren diesjährigen Preis muss sie mit Suzanne Clément teilen, die für ihre Rolle in "Laurence Always“ ausgezeichnet wurde. Der Film “A perdre la raison” ist ab dem 30. Mai in den belgischen Kinos zu sehen.

In gleichen Wettbewerb “Un Certain Regard” ging der Sonderpreis an die belgische Co-Produktion “Le Grand Soir”. Die Hauptdarsteller in diesem Film sind die beiden Belgier Benoît Poelvoorde und der Schauspieler und Regisseur Bouli Lanners aus Ostbelgien.