20 km-Läufer als Schwarzfahrer erwischt

Kontrolleure der Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft MIVB haben während und nach dem 20 km-Lauf von Brüssel am Sonntag offenbar viele Läufer in den Bussen und Bahnen der Stadt ohne gültigen Fahrschein erwischt. Die Veranstalter sprechen von zielgerichteten Kontrollen.

In den vergangenen Jahren durften die regulär angemeldeten Teilnehmer am Brüsseler Volkslauf nach der Veranstaltung kostenlos die Busse und Bahnen der MIVB nutzen, um zum Ausgangsort des Rennens zurückzufahren. Dazu gab es bis letztes Jahr ein Abkommen zwischen den Veranstaltern der 20 km von Brüssel und der regionalen Nahverkehrsgesellschaft. Doch in diesem Jahr war kein entsprechendes Abkommen getroffen worden, was die am Sonntag beim Schwarzfahren erwischten Läufer offenbar nicht wussten.

Da die Kontrolleure am Sonntag vielen der ohne Fahrschein erwischten Läufer einen Bußgeldbescheid ausstellten, sind die Veranstalter des Volkslaufs verärgert und sprechen von zielgerichteten Kontrollen gegen die Sportler von Seiten der MIVB. Doch An Van Hamme von der Verkehrsgesellschaft wies solche Vorwürfe am Sonntagmorgen gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion zurück:

"Es ist allerdings so, dass wir bei Massenveranstaltungen in der Stadt zusätzliches Sicherheitspersonal in den Fahrzeugen haben. Das ist Personal, dass einerseits Fahrscheine kontrollieren kann und andererseits bei Vorkommnissen eingreift. Doch Probleme hat es nicht gegeben und also haben die Mitarbeiter Fahrscheine kontrolliert. Bisher war es so, dass die Veranstalter einen Mobilitätsbeitrag bezahlt haben, bei dem die Rückennummer der Läufer als Fahrschein angesehen wurden. Doch dieses Jahr haben die Organisatoren des Laufs die Zahlung eines solchen Beitrags abgelehnt und gleichzeitig vergessen, ihre Läufer darauf hinzuweisen.“

Insgesamt sind am Sonntag knapp 100 Bußgeldbescheide für schwarzfahrende 20 km-Läufer ausgestellt worden. Einige der erwischten Läufer hatten offenbar auch die Metro genommen, um schneller am Ziel des Volkslaufs anzukommen…