Syrien: Verhofstadt will UN-Intervention

Belgiens Ex-Premier Guy Verhofstadt, Fraktionschef der Liberalen im EU-Parlament, hat sich nach dem Blutbad von Houla für eine internationale Intervention in Syrien ausgesprochen. Der UN-Sicherheitsrat macht die Regierung Assad für das Massaker verantwortlich.

In einer Pressemitteilung sagte Guy Verhofstadt, dass das Massaker von Houla einmal mehr ein nicht zuzulassender Akt gegen die Menschlichkeit sei: "Wovon müssen wir noch Zeuge sein, um zu erkennen, dass der Friedensplan von Kofi Annan nicht greift?“ Verhofstadt verwies auch auf den neuen Massenmord in Hama, wo am Sonntag etwa 30 Menschen umgebracht wurden: "Nach Homs und Houla wird dass das dritte syrische Srebrenica sein.“

Guy Verhofstadt erachtet es für dringend notwendig, dass die internationale Gemeinschaft in Syrien eingreift: "Ich rufe die UN auf, einzugreifen und mit dem Einrichten von zwei Sicherheitszonen, eine im Norden und eine im Süden zu beginnen. Und wenn der UN-Sicherheitsrat so unvernünftig ist, zu beschließen, dass nicht eingegriffen wird, ist es die Pflicht der Nato, dies zu tun.“

Am Dienstag wird der UN-Syriengesandte Kofie Annan in Damaskus mit Präsident Bashar al-Assad zusammentreffen. Am Sonntag hatte auch Belgiens Außenminister Didier Reynders (MR) die internationale Gemeinschaft aufgerufen, in Syrien aktiv zu werden.