Belgien verlängert die UN-Missionen

Der belgische Verteidigungsminister Pieter De Crem (CD&V) gab am Dienstag bekannt, dass Belgien seine Teilnahme an zwei UN-Missionen, in der Demokratischen Republik Kongo und im Libanon, verlängert.

An diesem Dienstag wurde in Brüssel der Internationale Tag der UNO-Blauhelme mit einer Veranstaltung im Brüsseler Büro der UNO begangen.

Während einer Debatte erklärte De Crem: "Wir werden unser Engagement fortsetzen, um Stabilität in Kongo zu bringen. Das gleiche gilt für Libanon."

In Kongo ist die belgische Armee mit mehrerer Offizieren und einem C-130-Transportflugzeug beteiligt. Die Mission läuft normalerweise am 30. Juni aus.

Im Libanon hat Belgien ca. 100 Blauhelme im Süden des Landes im Rahmen der UNIFIL-Mission stationiert. Dieser Auftrag geht am 31. August zu Ende.

Höchstwahrscheinlich aber wird Belgien diese beiden Fristen verlängern.

Gleichzeitig sprach Pieter De Crem die Hoffnung aus, dass die UNO konkrete Angaben machen werde, wie lange die Anwesenheit von Blauhelmen in diesen Ländern noch erforderlich sei. Er habe manchmal den Eindruck, als sei die UN-Anwesenheit in den jeweiligen Ländern eine komfortable Situation für das herrschende Regime, das nicht nach einer definitiven Lösung für den Konflikt suche.

Diese Meinung wurde vom Brüsseler UNO-Vertreter Marco Bianchini vertreten, der sagte, manchmal entstehe der Eindruck, die UNO habe keine Rückzugsstrategie.