Brüssel will die Zahl der Tramunfälle senken

Der Verwaltungsrat Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft MIVB/STIB hat am Dienstagabend eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, um die Sicherheit auf dem Schienennetz der Brüsseler Tram zu gewährleisten.

Die Zahl der Unfälle mit Straßenbahnen in Brüssel soll reduziert drastisch werden. Vor allen Dingen Unfälle mit Fußgängern sollen zurückgedrängt werden. Alleine im laufenden Jahr wurden schon 20 Unfälle von Straßenbahnen mit Fußgängern auf dem Gleisnetz der MIVB/STIB registriert. Vier davon endeten sogar tödlich. Das sind drei tödliche Unfälle mehr, als im gesamten Jahr 2011.

Letztes Jahr wurden insgesamt im Bereich des MIVB-Tramnetzes 58 Unfälle zwischen Fußgängern und Straßenbahnen in der Region Brüssel-Hauptstadt registriert. 2011 kam es auch 41 Mal zu Unfällen zwischen Fußgängern mit Bussen und 6 Mal zu Unfällen zwischen Fahrgästen und U-Bahnzügen in der Brüsseler Metro.

Zu den jetzt beschlossenen Maßnahmen gehören regelmäßige Sensibilisierungs-Kampagnen, die Verkehrsteilnehmer und Tramfahrer auf Gefahren hinweisen sollen. Bereits im Juni startet eine neue Plakatwelle in den Betriebswerken der Nahverkehrsgesellschaft, um das Fahrpersonal zu mehr Wachsamkeit anzuregen.

Die regionale Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft MIVB/STIB stellt monatlich zwei neue Trams in Dienst - zum einen, um alte Bahnen zu ersetzen und zum anderen, um den gestiegenen Fahrgastzahlen zu entsprechen. Ende 2011 hatten die 349 Trams der Gesellschaft eine gesamte Kilometerleistung über 12.188.000 km gefahren.