EU: "Besteuerung der Arbeit soll sinken"

Die EU-Kommission hat die Wirtschaftsreform unseres Landes gründlich überprüft und Empfehlungen aufgestellt. Demnach soll die Besteuerung von Arbeit sinken. Damit der Staatshaushalt kompensiert werden kann, muss die Besteuerung von Schadstoffausstößen erhöht werden.

Nach der gründlichen Überprüfung der Reformen in unserem Land zieht die Europäische Kommission Bilanz: Die Reformen gehen in die richtige Richtung, allerdings können die Änderungen noch besser und vor allem schneller Fuß fassen.

Nach den Empfehlungen der EU-Kommission soll das Haushaltsdefizit unseres Landes unbedingt unter der 3 % Grenze bleiben. Deshalb dürfen Löhne nicht so schnell steigen, wie zum Beispiel die unserer Nachbarländer. Aber vor allem geht es Europa darum, dass in Belgien die Besteuerung von Arbeit sinkt.

Um die Umweltverschmutzung durch Schadstoffausstöße zu reduzieren, soll die Besteuerung in diesem Bereich erhöht werden. Außerdem soll der Steuervorteil für Dienstwagen laut Kommission komplett abgeschafft werden.

Im letzten Jahr herrschte in Belgien aufgrund der bekanntgegebenen Empfehlungen viel Unruhe, da die Kommission den belgischen Lohnindex ins Visier nahm. Dieser wird jetzt auffälliger Weise außen vor gelassen.

Nicht nur Belgiens Wirtschaftsreformen wurden kontrolliert, sondern auch die der anderen europäischen Mitgliedsstaaten. Länder, die nicht den Anforderungen entsprechen, müssen mit Sanktionen rechnen.

Vor allem für die spanische Regierung wird es spannend: Sie hat zurzeit damit zu kämpfen, für die Rettung ihrer Banken an Geld zu kommen. Durch die allgemeine Unsicherheit notieren alle Börsen rote Zahlen.

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