Äther schnüffeln? Lebenslang Fahrverbot!

Eine Autofahrerin, die nach einem von ihr verursachten Autounfall gestand, Äther geschnüffelt zu haben, ist von einem Verkehrsrichter zu einem lebenslangen Fahrverbot verurteilt worden. Ein Atemtest hatte ergeben, dass sie 10 Promille Alkohol im Blut hatte.

Nach dem Unfall, bei dem die Frau eine Rechtsvorfahrt missachtet hatte, wurde ein Atemtest vorgenommen und dieser erwies, dass die Unfallfahrerin 10 Promille Alkohol im Blut haben sollte. Doch eine solche Dosis ist tödlich und die Dame zeigte keine Anzeichen von Trunkenheit. Später gestand sie der Polizei dann, dass sie Äther geschnüffelt hatte und dass sie süchtig nach diesem Produkt sei, denn dies helfe ihr, über ihre Sorgen hinwegzukommen.

Äther ist eigentlich kein verbotenes Produkt und der zuständige Verkehrsrichter verurteilte die Unfallfahrerin auch nur aufgrund der missachteten Vorfahrt. Und doch nahm er ihr den Führerschein weg – lebenslang. Ein solcher Schritt ist in Belgien juristisch möglich, wenn ein Richter eine Person körperlich und geistig nicht für geeignet hält, ein Fahrzeug im öffentlichen Straßenverkehr zu steuern. Eine Äther schnüffelnde Autofahrerin bedeutet in den Augen des urteilenden Richters eine reale Gefahr im Verkehr.