Hafen Antwerpen: Neue Allianz und neues Werk

Die Antwerpener Hafenbehörden haben eine strategische Allianz mit Essar Ports, eine private Hafengesellschaft aus Indien, bekanntgegeben. Der Chemiekonzern Lanxess wird bis 2014 im Antwerpener Hafen eine neue Produktionsanlage für Kunststoffe bauen.

Der Ausbau des Antwerpener Hafens geht weiter, auch im Bereich der strategischen internationalen Allianzen und bei den Industrie-Niederlassungen im Hafenareal. Antwerpen, der zweitgrößte Hafens Europas, der im Jahr 2011 187 Millionen Tonnen Fracht umschlug bildet das Tor zu etlichen europäischen Volkswirtschaften und ist auch für die deutsche Wirtschaft enorm wichtig.

PAI, die internationale Investierungsgesellschaft der Antwerpener Hafenbehörde, hat eine wichtige strategische Allianz mit Essar Ports Limited, das ist eine der größten privaten Hafeninvestment-Gesellschaften Indiens, beschlossen. Die Gründung dieser Allianz bringt Investitionen in Millionenhöhe mit sich.

Die Antwerpener Hafenbehörde und Essar Ports arbeiten in den Bereichen Schulung und Beratung, Hafenplanung, Verkehrsfluss sowie Verbesserung von Qualität und Produktivität zusammen und wollen außerdem eine für beide Parteien nutzbringende Geschäftsbeziehung auf Grundlage gegenseitiger Geschäfts- und Investmentpräferenzen aufbauen. Essar Port und PAI werden einander bei der Steigerung ihres Geschäftsvolumens unterstützen, heißt es in einer Pressemitteilung der Essar Ports Group.

Lanxess investiert in Antwerpen

Der deutsche Chemiekonzern Lanxess aus Leverkusen reagiert auf die steigende Nachfrage nach Kunststoffen, unter anderem durch die Automobilindustrie, mit dem Bau einer neuen Produktionsanlage im Industriebereich des Antwerpener Hafens. Lanxess hat sich bewusst für den Standort Antwerpen entschieden und wird dort rund 75 Millionen € investieren. Die Anlage soll bereits im ersten Quartal 2014 in Betrieb gehen und soll pro Jahr bis zu 90.000 Tonnen Polyamid-Kunststoff produzieren, wie der Konzern mitteilte.

In den vergangenen 2 Jahren investierte der Leverkusener Chemiekonzern insgesamt 185 Millionen € in seine Kunststoffproduktion - inklusive die 75 Millionen € für die neue Großanlage in Antwerpen, wie das Handelsblatt aus Deutschland am Donnerstag auf seiner Webseite meldete.