Sharia4Belgium im Visier nach den Krawallen

Innenministerin Joëlle Milquet (CDh) hat die Aussagen der radikalen Islamisten von Sharia4Belgium anlässlich der Krawalle in Belgien verurteilt. Das belgische Zentrum zur Bekämpfung von Rassismus will untersuchen, ob die Organisation den Hass schürt.

In der Vergangenheit hat "Sharia4Belgium" bereits zu Hass und Gewalt aufgerufen, u. a. gegen Homosexuelle. Ihr Anführer, Fouad Belkacem, war daraufhin zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt worden.

Nachdem eine gänzlich verschleierte Frau am Donnerstagabend eine Identitätskontrolle durch die Polizei verweigert hatte, war es in der Gemeinde Sint-Jans-Molenbeek zu Krawallen mit radikalen Moslims und Jugendlichen nordafrikanischen Herkunft gekommen.

"Die halluzinanten Aussagen während der Demonstration, auf der Pressekonferenz und in ihrem Video sind total inakzeptabel", reagierte Innenministerin Joëlle Milquet: "Die Behörden werden diesen Wortlaut aufs Korn nehmen und eine Untersuchung einleiten."

Milquet sagte, dass die Vorfälle vergangener Woche nochmals zeigen, wie wichtig es ist, gegen den Fundamentalismus aufzutreten. Sie will noch im Laufe des Monats Juni einen Aktionsplan aufstellen.

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