"Medizinischer Filter bei Asylanträgen gerechtfertigt“

Die Ministerin für Asyl und Migration Maggie de Block von den flämischen Liberalen (Open Vld) lobt die Einführung des "medizinischen Filters". Bei 83 % der Asylanträge aus Gesundheitsgründen handelt es sich nicht um ernsthafte Krankheiten, wie eine neue medizinische Voruntersuchung ergibt.

Der "medizinische Filter" ist eine Voruntersuchung für Asylbewerber, die aufgrund eines ärztlichen Attests in Belgien Asyl beantragen wollen.

Seit der Einführung dieser Voruntersuchung hat die Einwanderungsbehörde 83 % aller Asylanfragen aus gesundheitlichen Gründen als unzulässig erklärt. In 1.423 der 1.706 Fälle schien es nicht um ernsthafte Krankheiten zu gehen. Das erklärte die zuständige Ministerin für Asyl und Migration  Maggie De Block.

Seit Mitte Februar muss eine ärztliche Voruntersuchung scheinbar unbegründete Asylanträge zunächst überprüfen. 

2011 war die Zahl der Anfragen für ein ärztliches Attest fast doppelt so hoch wie in den drei Jahren zuvor.

Künftig kann ein Aufenthalt aus Gesundheitsgründen nur noch bei besonders schweren Krankheiten genehmigt werden. Tatsächlich scheinen nur 17 % der 1.706 bisher behandelten Fälle dieser Beschreibung zu entsprechen. De Block: "Aus den ersten Daten erscheint uns die Einführung des medizinischen Filters als sehr gerechtfertigt“.

Die Anzahl der Asylanfragen im Jahre 2011 war gegenüber dem Vorjahr von 19.000 auf 25.000 gestiegen. In den ersten Monaten dieses Jahres schien die Anzahl allerdings wieder zu sinken. De Block spricht von einer "Atempause“ für unsere Asyleinrichtungen.