Überfall auf Brussels Airport war abgekartetes Spiel

Die Ermittlungen, die zur Aufklärung des Überfalls im November 2011 dienen, sind noch im Gange. Bei dem Überfall waren zwei Brasilianerinnen beraubt worden. Eine der Frauen verlor dabei ihre Handtasche mit über 200.000 Euro. Ein Amerikaner, der die Diebe stellen wollte, bekam einen Schuss in den Fuß ab.

Die Behörden vermuten, dass sich die Täter in den Niederlanden aufhalten. Es wurde eine zweite Untersuchung gegen Geldwäschepraktiken eröffnet. Der Staatsanwaltschaft zufolge soll das Geld aus dem Drogenhandel stammen.

Die bestohlene Frau sagte aus, sie habe das Geld von einem Geschäftsmann in den Niederlanden erhalten und es sei für ihren Bruder in Brasilien bestimmt. Der Geschäftsmann brachte die Frau am 15. November nach Brüssel, von wo aus sie am nächsten Tag nach Brasilien fliegen sollte.

Ihre Freundin steht jetzt unter dem Verdacht, den Überfall geplant zu haben.

Auf Bildern der Überwachungskameras ist zu sehen, wie sie zehn Minuten vor dem Überfall mit einem jungen Mann spricht, der später als einer der Täter identifiziert wird. Telefonische Kontakte zwischen den beiden sind ebenfalls erwiesen.

Die Staatsanwaltschaft haft Haftbefehl gegen das Opfer, deren Freundin und den niederländischen Geschäftsmann. Allen drei Verdächtigen droht eine Haftstrafe von bis zu 2 Jahren.