"Kampfschwein" Wilmots Nationaltrainer

Marc Wilmots, ex-Nationalspieler und ex-Schalker - er spielte jahrelang in Gelsenkirchen und war dort kurzzeitig auch Interimscoach, wird nach zwei Testspielen als Ersatz für Georges Leekens definitiv Trainer der Roten Teufel. Wilmots soll sie zur WM nach Brasilien führen.

Der belgische Fußballbund hat sich entschieden. Nur zwei Tage nach dem Freundschaftsspiel gegen England wurde der 43jährige ex-Nationalspieler zu ersten Gesprächen eingeladen, am Mittwoch hat er unterschrieben: "Ich habe einen Zweijahresvertrag mit Option auf zwei weitere Jahre. Das bedeutet, dass sie mir vertrauen. Auf die Option gehe ich nicht ein, denn ich will zuerst die Herausforderung Brasilien meistern. Danach schauen wir, wie sich alles entwickelt.“

Marc Wilmots hat als Trainer nicht viel Erfahrung, doch er hat Einfühlungsvermögen und er ist ambitioniert. Zudem spricht er eine klare Sprache: "Ich erfülle meinen Vertrag, egal, welche Angebote auch kommen mögen. Ich habe ein Ziel und dass ist, die Nationalmannschaft nach Brasilien zu bringen. Von Clubs will ich nichts wissen. Ich respektiere meine Verträge. Ich habe keine Angst davor jemandem, der mit viel Geld kommt, zu sagen: 'Geh‘ nach Hause, ich komme nicht mit‘.“

Auch Eric Gerets, derzeit noch marokkanischer Nationaltrainer, war in der engeren Auswahl, doch der Bund wartet nicht auf ihn oder auf dessen Rauswurf in Marokko. Das Vertrauen genießt Marc Wilmots: "Man setzt auf Kontinuität. Ich hatte zwei Möglichkeiten: Entweder habe ich Angst und mache da nicht mit. Oder ich sage, OK, kein Problem, wir machen weiter: Ich, die Fans, der technische Staff, die Mannschaft. Ich aber habe auch gesagt, dass ich von den Spielern gegen Montenegro und England eine Reaktion erwarte. Und dabei habe ich gesehen, was ich sehen wollte.“

Wilmots, dessen vielleicht entscheidendes Tor im Achtelfinale gegen Brasilien bei der WM in Japan und Südkorea 2002 nicht gegeben wurde, will mit seinen Roten Teufeln zur Weltmeisterschaft 2014. Und die findet in Brasilien statt.