Syrien: Belgiens Vertreter unerwünscht

Syrien hat mehrere Botschafter und Diplomaten aus westlichen Ländern zur "persona non grata" erklärt. Unter dort jetzt unerwünschten Personen ist auch der Repräsentant unseres Landes. Ab Donnerstag ist ernicht mehr willkommen.
In den Straßen von Damaskus

Die Maßnahme der Regierung in Damaskus, insgesamt 17 westliche Diplomaten und Botschafter in ihrem Land für unerwünscht zu erklären, ist wohl die Retourkutsche für die Ausweisung von syrischen Diplomaten aus westlichen Ländern in der vergangenen Woche. Dieser Schritt erfolgte nach Bekanntwerden des Massakers in der syrischen Stadt Houla, bei dem über 100 Menschen umgebracht worden waren, darunter viele Kinder.

Syrien weist erklärte jetzt die Botschafter und einige Mitarbeiter von Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien, den USA, der Schweiz und der Türkei für unerwünscht und deutete an, dass die Betroffenen ab Donnerstag "unerwünscht“ seien. Mehrere der betroffenen Länder hatten bereits ihre Vertreter aus Sicherheitsgründen dazu aufgefordert, Syrien zu verlassen.

Allerdings ließ Jihad Makdessi, der syrische Regierungssprecher, auch klar werden, dass sein Land einer Wiederaufnahme diplomatischer Verbindungen positiv gegenüberstehe: "Syrien glaubt noch immer an den Belang eines Dialogs auf gleicher Ebene und gegenseitigem Respekt.“

Letzte Woche hatte auch Belgien den syrischen Botschafter und zwei seiner Mitarbeiter als "persona non grata“ erklärt. Damit folgte unser Land dem Beispiel anderer westlicher Länder, die nach dem Blutbad von Houla ebenfalls Vertreter Syriens zu unerwünschten Personen erklärt hatten. Effektiv ausweisen kann Belgien den syrischen Botschafter allerdings nicht, denn er vertritt auch die Niederlande und ist Gesprächspartner seines Landes bei der Europäischen Union.