Venustransit: Belgien muss wieder 105 Jahre warten

Der Venustransit ist in Belgien nicht sichtbar gewesen, da es im ganzen Land schwer bewölkt war. Zwischen 5.30 und 7.00 Uhr hätte man die astronomische Erscheinung von unserem Land aus betrachten können. Im äußersten Norden der Niederlande und in Ostdeutschland konnte das Phänomen bewundert werden.

Es kommt nur sehr selten vor, dass die Position der Erde, der Venus und der Sonne eine Linie bilden. Dann können wir von der Erde aus beobachten, wie der Planet Venus langsam an der Sonne vorbeiwandert.

Bei der Sternwarte Urania in Hove (Provinz Antwerpen) erschienen am Mittwochmorgen rund 60 Besucher, um den Planet Venus an der Sonne vorbeiziehen zu sehen. "Aber an diesem Morgen war es in unserem Land einfach zu bewölkt“, bedauert der Leiter Marc van den Broeck. "Deshalb konnten wir von hier aus nichts erkennen. Trotzdem durften wir mithilfe einer Live-Übertragung von Webkameras in Skandinavien und auf Hawaii den Venustransit mitverfolgen“.

Der nächste Venustransit wird frühestens in 105 Jahren stattfinden. "Aber ich bin nicht allzu enttäuscht, denn den letzten Venustransit vor 8 Jahren habe ich komplett beobachten können“.

Die Sternwarte Mira in Grimbergen bei Brüssel zählte Mittwochmorgen ganze 80 Besucher. Auch diese mussten sich mit der Live-Übertragung aus anderen Ländern zufrieden geben. Während eines Frühstücks wurde den Besuchern einiges über den historischen Kontext, sowie über die wissenschaftliche Bedeutung des Venustransits erklärt.

Wer das Phänomen selbst sehen wollte, musste entweder in den äußersten Norden von den Niederlanden, oder in den Osten von Deutschland reisen. Eine perfekte Position hatten die Betrachter in Australien, wo der Venustransit fast 7 Stunden zu beobachten war.