Strengere Regeln für ästhetische Chirurgie

In Zukunft dürfen in Belgien nur noch jene Mediziner Schönheitsoperationen durchführen, die auch über eine entsprechende Qualifikation verfügen. Zudem müssen Patienten ausreichend über eventuelle Risiken als Folge solcher Eingriffe aufgeklärt werden.

Belgiens Gesundheitsministerin Laurette Onkelinx (PS - kleines Foto) kündigte neue Richtlinien für Schönheitsoperationen an, denn in den vergangenen Jahren nahm die Zahl der Schönheitskliniken und der entsprechenden Eingriffe derart zu, dass Missbrauch zu befürchten war.

Nicht zuletzt der Skandal über krebserregende Brustimplantate aus Frankreich, die auch in Belgien Anwendung fanden, ließ Diskussionen über die Risiken innerhalb dieser lukrativen Schönheits-Industrie aufkeimen und das belgische Bundesgesundheitsministerium schritt ein.

Künftig dürfen nur noch solche Ärzte chirurgische Eingriffe übernehmen, die auch im ästhetische Chirurgie qualifiziert sind. Außerdem müssen Patienten besser über die Risiken von Schönheitsoperationen informiert werden.

Dies gilt insbesondere für Minderjährige. Ästhetische Eingriffe bei minderjährigen Operationswilligen, die auch nur mit Einverständnis der Eltern durchgeführt werden dürfen, können künftig erst ausgeführt werden, wenn zuvor ein Gespräch mit einem Psychologen oder Psychiater über die Folgen stattgefunden hat.