Windhose raste über den Norden Limburgs

Im Norden der Provinz Limburg hat eine Windhose schwere Schäden angerichtet und auch in Liedekerke sorgte eine kleinere Windhose für Probleme. In den Kempen und im Pajottenland im Norden Brüssels haben heftige Gewitter und Regengüsse für Wasserschäden gesorgt.

Die Windhose in Limburg zog zwischen Zutendaal und Tongeren eine Schneise der Verwüstung hinter sich. Die Feuerwehren wurden am Donnerstagabend von Notrufen regelrecht überschüttet. Dutzende Keller und viele Straßenzüge wurden überschwemmt und entwurzelte und umgestürzte Bäume sorgten für Verkehrsprobleme.

Daneben beschädigten die Windhose, umgeknickte Bäume und umherfliegende Gegenstände mehr als 10 Häuser in der Region. Vor allem Dächer wurden abgedeckt und Fensterscheiben zerbrachen durch den Druck des Sturmes oder durch umherwehende Trümmerteile.

Bevor die Windhose weiter in Richtung Niederlande zog, sorgte sich auch in Maasmechelen für abgeknickte Bäume, die teilweise die Autobahn E 314 blockierten. In der ehemaligen Zechenstadt Genk sorgte der heftige Regen ebenfalls für vollgelaufene Keller und für überflutete Straßen. In Neerrepen flog ein Trampolin über ein Haus hinweg und landete auf einem Auto. Bei dem Unwetter und der Windhose wurden glücklicherweise keine Menschen verletzt, wie die Polizei meldete.

In Liedekerke in Flämisch-Brabant wurde das Publikum eines kleinen Open Air-Konzertes im örtlichen Park von einer kleinen Windhose überrascht. Einige Stände und Zeltdächer flogen umher und Äste und Dachpfannen wurden umhergewirbelt, doch auch hier kam niemand zu Schaden.

Im Kempenland zwischen Antwerpen und Limburg sorgten Regenfälle für Überschwemmungen und für Schlammlawinen und zwar in den Ortschaften Herentals, Kasterlee, Grobbendonk, Gooik, Galmaarden, Asse, Schepdaal und Groot-Bijgaarden. Ausläufer der Unwetter zogen auch über Teile der wallonischen Provinz Hennegau, doch in den betroffenen Städten Ath und Ghislenghien hielten sich die Schäden in Grenzen.