Personal von Justizberatungsstellen protestiert

Das Personal der verschiedenen Justizberatungsstellen in Belgien protestiert gegen den Stellenabbau. In diesen juristischen Einrichtungen erhält man unter anderem Informationen über rechtliche Angelegenheiten. Außerdem können sich Opfer von Straftaten hier beraten lassen.

Die Justizberatungsstellen, eine Untereinheit des belgischen Justizministeriums FÖD Justiz (Föderaler Öffentlicher Dienst Justiz), wurden in erster Linie gegründet, um Opfer von Straftaten zu unterstützen.

So wie auch andere Unternehmen, müssen die Beratungsstellen an ihren Mitarbeitern sparen. Das Personal fordert nun mehr finanzielle Unterstützung für seine Abteilung.

Zunächst war der Protest eine Initiative von der Justizberatungsstelle in Turnhout (Provinz Antwerpen). Dem haben sich die Mitarbeiter anderer Beratungstellen angeschlossen.

"In dem Personalplan steht, dass wir 2012 auf 28 Kollegen verzichten müssen“, melden die protestierenden Mitarbeiter. Für sie ist das vollkommen inakzeptabel, deshalb fordern sie eine bessere finanzielle Unterstützung. In Gent als auch in Lüttich gingen die Mitarbeiter auf die Straße.

Die Protestführer weisen auch darauf hin, dass nicht nur bei den Finanzen für die Justizberatungsstellen gespart wird, sondern auch bei den Finanzen für die psychosozialen und administrativen Leistungen in Gefängnissen.

Wegen des Protestes bleibt die Beratungsstelle in Tongeren (Provinz Limburg) am heutigen Montag geschlossen. In Hasselt (ebenfalls Provinz Limburg) wird nur mit einer kleinen Belegschaft gearbeitet.