Zurückhaltung auf dem Arbeitsmarkt

Nach einer Umfrage des Zeitarbeitsvermittlers Manpower bei belgischen Unternehmern planen offenbar nur fünf Prozent der hiesigen Unternehmer im kommenden Sommer neues oder zusätzliches Personal einzustellen.

Die Zurückhaltung bei der Einstellung von Personal bei den belgischen Arbeitgebern für die Sommermonate ist von regionalen Unterschieden geprägt. So sind flämische oder Brüsseler Unternehmer derzeit eher dazu bereit, neues Personal einzustellen, als ihre wallonischen Kollegen. Hintergrund für diese Zurückhaltung ist nach dem aktuellen Manpower-Barometer die aktuelle Euro- und Schuldenkrise in Europa.

Auffallend dabei ist, dass die Zahl der offenen Stellen tatsächlich zurückgeht. Das flämische Arbeitsamt (VDAB) meldete für den Monat Mai 23 % weniger Stellenausschreibungen, als im gleichen Monat des Vorjahres 2011. Allerdings sei Mai 2011 ein außergewöhnlich guter Monat am Arbeitsamt gewesen, hieß es von Seiten des VDAB.

Gesucht werden nach wie vor gut ausgebildete Personen, zum Beispiel diplomiertes Personal im Gesundheitswesen. Auch bleibt die Nachfrage nach Informatikern und Fachleuten für die Bereiche Telekommunikation und Medien recht hoch. Das flämische Pharmaunternehmen Janssen Pharmaceutica sucht für ein neues Vertriebszentrum im wallonischen La Louvière z.B. 150 neue Mitarbeiter. Unlängst suchten flämische Unternehmer junges Fachpersonal bei einer Jobbörse der Universität Porto. Im Bereich Logistik, Post- oder Bankwesen geht die Nachfrage deutlich zurück.