Waterloo: 200 Jahre altes Skelett entdeckt

In Waterloo haben Archäologen das erstaunlich gut erhaltene Skelett eines Soldaten von der Schlacht im Jahre 1815 freigelegt. Die Schlacht bedeutete damals das Ende für Napoleon. Zwischen den Rippen des Soldaten fanden die Archäologen eine Kugel: "Wir können ihn fast sterben sehen“.

Fast 200 Jahre nach der Schlacht in Waterloo, nahe des Wahrzeichens "Der Löwe von Waterloo“, wurde das Skelett des Soldaten entdeckt. Der Ort wurde von den Forschern untersucht, weil die Gedenk- und Ausflugstätte der Schlacht von Waterloo südlich von Brüssel in Kürze neu gestaltet werden soll.

Im Juni 1815 kämpften niederländische, britische und preußische Truppen gegen Napoleons Armee. Der französische Kaiser verlor, wurde später festgenommen und starb im Exil auf Sankt-Helena.

Das Skelett -es stammt wahrscheinlich von einem jungen Mann- wurde auf dem Rücken liegend in 40 Zentimeter Tiefe gefunden. Bis jetzt ist noch nicht klar, aus welchem Land der Soldat stammt, denn von seiner Uniform ist beinahe nichts zurückgeblieben. Allerdings gehörte das Gebiet damals den Engländern. Nahe dem Skelett wurde ein Stück Holz ausgegraben, in das die Anfangsbuchstaben "C.B.“ geritzt sind.

Zwischen den Rippen des Soldaten ist deutlich eine Flintenkugel zu erkennen. "Wir können ihn fast sterben sehen“, sagt der Archäologe Dominique Bosquet. Der Fund liegt in etwa 40 Zentimeter Tiefe, das weist darauf hin, dass er damals sehr eilig begraben wurde.