Rotes Kreuz sucht Blutgruppen via Facebook

Mit einer Facebook-Anwendung will das Rote Kreuz Flandern künftig Spender mit einer bestimmten Blutgruppe gezielt kontaktieren können, sobald der Vorrat dieser bestimmten Blutgruppe zur Neige geht. Die neue Spenderkampagne des Roten Kreuzes Flandern wurde am Donnerstag im Kabinett des flämischen Ministerpräsidenten Kris Peeters vorsgestellt.

Mit dieser Applikation kann jeder Facebooknutzer seine Blutgruppe seinem Profil hinzufügen, so dass er durch das Rote Kreuz Flandern kontaktiert werden kann.

"Bislang haben wir vor allem darauf geachtet, dass wir genügend Blutvorräte haben. Aber es ist mindestens genauso wichtig, von jeder Blutgruppe einen richtigen Vorrat zu haben", hieß es beim Roten Kreuz Flandern. Es ist jedenfalls nicht von jeder Blutgruppe genauso viel Blut nötig. Die Organisation sucht vor allem nach Spendern von negativen Blutgruppen wie O-  und AB-.

Kris Peeters ließ am Donnerstag schon einmal registrieren, dass er die Blutgruppe O+ hat. "Jeder Beutel Blut kann Leben retten: 70 Prozent aller Flamen - das sind 4,3 Millionen Menschen - hat irgendwann in seinem oder ihrem Leben Blut nötig", sagte der flämische Ministerpräsident. Er fügter noch hinzu, dass die 630 Mitarbeiter der Einrichtung jedes Jahr 350.000 Blutspenden von rund 180.000 Spendern sammeln.

Auch Karel Van Eetvelt (A+) von Unizo und der ehemalige Fußballprofi Jean-Marie Pfaff (B-) sowie VRT-Nachrichtensprecher Jan Becaus (O-) werden ihr Profil auf dem sozialen Netzwerk dementsprechend abändern.

Neue Spender können sich über www.bloedgevendoetleven.be anmelden. Das Rote Kreuz Flandern will in diesem Jahr 40.000 neue Blutspender anwerben. Der Zähler steht derzeit bei 15.000.

Der 14. Juni ist der Welttag der Blutspender.