20 Personen in Limburg mit EHEC-Bakterien infiziert

Es handelt sich um eine weniger aggressive Bakterie als diejenige, die im vergangenen Jahr fast ganz Europa in Panik versetzte und in Deutschland 43 Todesopfer forderte. In der Provinz Limburg sind die Menschen nach dem Verzehr von rohem Rindfleisch erkrankt, das von einem infizierten Tier aus einem bestimmten Schlachthaus stammt.

Gegenwärtig liegen vier EHEC-Opfer im Krankenhaus. Lebensgefahr besteht jedoch für keinen der Patienten.

Der Infektionsherd - ein infiziertes Rind in einem bestimmten Schlachthaus - ist lokal begrenzt.

Der erste Infektionsfall soll bereits Ende Mai aufgetaucht sein. Die Bundesagentur für die Nahrungsmittelsicherheit gab die Infektion mit dem EHEC-Bakterienstamm erst am 11. Juni bekannt. 

Der Provinzgouverneur von Limburg reagierte erstaunt, erst jetzt benachrichtigt worden zu sein. Man habe aber erst die Infektionsquelle ausmachen und keine Panik säen wollen.

Mit dem Namen "EHEC" werden verschiedene Stämme der E coli-Bakterie bezeichnet. Es sind mehrere Varianten im Umlauf und es kommt regelmäßig zu Infektionen. Die gefährliche Variante, die im vergangenen Jahr besonders in Norddeutschland umgegangen war, ist eher selten.

Das Darmbakterium führt beim Menschen zu blutigen Durchfallerkrankungen.