Vater von Younes zu 9 Jahren Haft verurteilt

Der Staatsanwalt hatte 12 Jahre Haft gefordert. Das Geschworenengericht von Bergen befand Mohamed Jratlou der Körperverletzung mit ungewollter Todesfolge für schuldig und verurteilte den 74-Jährigen zu 9 Jahren Haft.

Das Geschworenengericht sprach den Angeklagten von der Anklage seinen Sohn absichtlich getötet zu haben, frei.

In ihrer Begründung sagte die Jury, dass es kurz vor der Tat eine intensive Stresssituation gegeben habe. Der Vater soll seinen Sohn gepackt haben, um zu verhindern, dass dieser nach dem Weggang der Mutter schreien würde.

Die Geschworenen wiesen auch auf die widersprüchlichen Aussagen des Vaters und der Mutter hin. Außerdem seien zwei Zeiträume von ca. 50 Minuten des Vaters nicht nachzuprüfen gewesen.

Vater hat an seiner Unschuld festgehalten

Younes war vor drei Jahren aus seinem Haus in Komen verschwunden und zwei Wochen später tot in der Leie aufgefunden worden. 

Aus der Autopsie ging hervor, dass der Junge erstickt wurde und nicht ertrank.

Der Vater hat stets behauptet, am Tode seines jüngsten Sohnes unschuldig zu sein. Die Eltern hatten erklärt, ihr Junge sei weggelaufen. Diese Behauptung ließ sich durch Beweise aber nicht bestätigen. Nur im Haus der Familie waren Blutspuren von Younes angetroffen worden. Auf dem Kopf des Jungen waren auch die Spuren einer erwachsenen Hand gefunden worden.

Die Mutter hatte auf dem Prozess ausgesagt, sie bleibe an die Unschuld ihres Mannes glauben.