Belgiens Handelsbilanz gerät ins Stocken

Belgiens Handelsbilanz verlangsamt sich und zwar sowohl beim Import, als auch bei der Ausfuhr. Im März 2012 ist die Bilanz unter den Vorjahreswert gesunken, wie Zahlen der Nationalbank belegen. Dies ist der erste Negativtrend in den letzten zweieinhalb Jahren.

Im März 2012 führte unser Land Waren und Güter im Wert von 22 Milliarden € aus, 2,1 % weniger als im gleichen Monat im vergangenen Jahr. Der Import sank noch deutlicher und zwar um 4,2 % auf ein Volumen von 21,8 Milliarden €. Vor allem verlangsamte sich die Ausfuhr von belgischen Produkten in Richtung der anderen EU-Länder und zwar um -4,1 %. Allerdings wächst der Export außerhalb der Europäischen Union leicht weiter um ein Plus von 3 %. Zum ersten Mal seit November 2009 lässt sich in Belgien ein Handelsdefizit auf Jahresbasis erkennen.

Der Trend hält weiter an, wie die belgische Nationalbank erkennen lässt. Im ersten Quartal 2012 sank der Export aus Belgien um w<eitere 3,9 % und der Import nahm um 6,3 %. Im April 2012 zeigten die Statistiken der Nationalbank allerdings wieder einen leichten Aufwärtstrend, vor allem bei der Ausfuhr. Dies könnte auf Dauer die Handelsbilanz wieder ausgleichen, so erwarten Beobachter in diesen Tagen.