Brüssel: Keine Roma mehr am Nordbahnhof

Die letzten drei Romafamilien, die den Brüsseler Nordbahnhof zusammen mit anderen Roma jüngst als Schlafstätte genutzt hatten, haben den Bahnhof inzwischen notgedrungen verlassen. Bereits am Sonntag wurden 6 Familien mit 23 Kindern durch zwei Brüsseler Hilfsorganisationen aufgenommen. Für zwei Familien ist noch keine Lösung gefunden.

Es handelt sich um eine ungarische Familie und eine Familie aus dem Kosovo.

Die Familie aus dem Kosovo hat sogar ein Recht auf Asyl, aber der Vater der Familie will lieber nicht mehr in ein Asylheim gehen.

Der Bahnhof ist inzwischen wieder sauber gemacht worden und Reinigungsleute haben die Matratzen Decken wieder weggeräumt.

Am Donnerstag war ein Gerichtsvollzieher am Nordbahnhof, um den Roma mitzuteilen, dass sie innerhalb von 24 Stunden den Bahnhof verlassen müssten. Das Ultimatum war letztlich auf den heutigen Montag verschoben worden.