Molenbeek zeigt sich in anderem Licht

Rund dreihundert Einwohner des Brüsseler Stadtteils Sint-Jans-Molenbeek sind am Sonntag auf die Straße gegangen, um ihr Viertel in einem besseren Licht zu zeigen, als dies vor dem Hintergrund der jüngsten Unruhen in den Medien erfolgte. Die Bewohner warben für ihr Molenbeek als ein tolerantes und friedvolles Viertel.

Am 8. Juni 2012 wurden zwei Polizisten an der U-Bahnhaltestelle Beekkant, Sint-Jans-Molenbeek erstochen. Der Täter ist ein Franzose mit radikal islamischen Ansichten.

Eine Woche zuvor hatten im gleichen Viertel Unruhen statt gefunden, nachdem eine verschleierte Frau Polizisten schlug. Während der Unruhen wurden mehrere Mitglieder von Sharia4Belgium festgenommen.

Das Image von Sint-Jans-Molenbeek ist nicht besonders gut und dagegen wollten die Einwohner des Viertels am Sonntag etwas tun.

Der Marsch wurde von den Einwohnern des Viertels selbst organisiert. Ziel war, zu zeigen, dass die Mehrzahl der Einwohner von Sint-Jans-Molenbeek friedlich nebeneinander wohnen.