43 neue "legal highs" 2011 in Belgien aufgetaucht

Die psychoaktiven Drogen, auch als "smart drugs" bekannt, sind besonders beliebt in der Ausgehszene. Während der Konsum der Drogen mit 10 % relativ stabil bleibt, tauchen stets neue Varianten auf.

Häufig werden die Drogen zum Experimentieren oder aus bestimmten Anlässen eingenommen, sagt Peter Blackaert von der belgischen Frühwarnzelle für Drogen. Allerdings stellen sie auch eine große Gefahr dar, da die neuen Substanzen nicht getestet worden sind und es keine Angaben über ihre langfristige Toxizität oder Nebenerscheinungen gibt.

Problematisch ist auch, dass diese Drogen meist noch nicht illegal und verboten sind, erklärt Kurt Doms von der föderalen Gesundheitsbehörde: "Es dauert sechs Monate, bevor alle Untersuchungen abgeschlossen sind und ein bestimmtes Produkt verboten werden kann." Das sei zu lang, so Doms.

In der Zwischenzeit kommen stets neue psychoaktive Drogen aus den Chemielaboren auf den Markt.

Auf der interministeriellen Konferenz im Mai wurde u. a. beschlossen, die synthetischen Cannabismolekülen zu klassieren, sodass bestimmte Substanzen direkt aufgrund ihres Basiselements verboten werden können.