Kim De Gelder vors Geschworenengericht

Der wegen Mordes an vier Personen angeklagte Kim De Gelder wird nicht interniert, sondern vor ein Geschworenengericht gestellt. Am 29. Januar 2010 hatte De Gelder zwei Kleinkinder, eine Kinderpflegerin und eine ältere Frau ermordet.

Zusätzlich zu den Morden muss De Gelder sich für 25 Mordversuche verantworten. Im Mai hatte die Ratskammer von Dendermonde bereits entschieden, dass De Gelder zurechnungsfähig sei. Diese Entscheidung wird jetzt von der Anklagekammer bestätigt.

Nur das Geschworenengericht kann jetzt noch urteilen, dass der Angeklagte doch nicht zurechnungsfähig ist.

Der Anwalt von Kim De Gelder reagierte enttäuscht auf das Urteil. Die Angehörigen der Opfer waren zufrieden: "Eine Internierung wäre zu einfach gewesen", sagte eines der Opfer. 

Am 23. Januar 2009 hatte De Gelder zwei Kleinkinder und eine Betreuerin in der Kindertagesstätte Fabeltjesland in Sint-Gillis-Dendermonde ermordet. Wenige Tage zuvor hatte er ebenfalls eine 72-Jährige aus Vrasene getötet.