Tour de France-Start in Lüttich

Lüttich nimmt im internationalen Radsport eine Sonderstellung ein. Anders ist es nicht zu erklären, dass der Tour-Start, um den sich die Metropolen in ganz Europa reißen, bereits zum zweiten Mal in der wallonischen Stadt erfolgt.

Der Grund für die Rückkehr liegt gerade bei dieser Premiere vor sieben Jahren, der in Radsportkreisen und bei den Verantwortlichen der Tour de France einen nachhaltigen Eindruck hinterließ.

Deshalb wird der Prolog zur Tour 2012 mit dem gleichen Konzept durchgezogen: Als Einzelzeitfahren über die großen Boulevards der Maas-Stadt. Am Samstag um 14 Uhr wird im Parc d’Avroy der erste Fahrer auf den sieben Kilometer langen Parcours geschickt. Der letzte Fahrer nimmt das Rennen um 17:17 Uhr in Angriff. Sieben Minuten später wird er im Ziel erwartet und der erste Träger des Gelben Trikots feststehen.

Am Sonntag führt die erste eigentliche Etappe über 198 Kilometer von Lüttich in einer Schleife zurück nach Seraing. Wobei auf einem hügeligen Parcours einige Teilstücke des Ardennenklassikers Lüttich-Bastogne-Lüttich befahren werden.

Wenn die Tour de France die Region mit der zweiten Etappe von Visé nach Tournai am Montag verlassen wird, dürften auch die Hoffnungen auf belgische Etappensiege erst mal entschwinden. Neben Philippe Gilbert ist nämlich Jelle Vanendert der zweite belgische Fahrer, der sich Hoffnungen auf einen Etappensieg macht. Doch der Limburger, der im letzten Jahr die schwere Pyrenäen-Etappe gewonnen hat, muss wohl die Vogesen abwarten, um sich in Szene setzen zu können.

Genau wie Jurgen Van den Brouck, dem eine gute Platzierung im Gesamtklassement zugetraut wird. Nach dem Sturz im letzten Jahr will Van den Brouck jetzt Versäumtes nachholen. Eine Top Ten-Platzierung ist das Minimalziel, realistisch scheint auch ein Platz unter den fünf Besten. Ein Traum wäre ein Podiumsplatz in Paris. Dafür hat der Antwerpener ein Jahr lang trainiert, um auch seine Leistung beim Zeitfahren zu verbessern. (Quelle: brf)