Was ist neu ab 1. Juli?

Ab dem 1. Juli stehen eine Reihe von Änderungen ins Haus: Handyanrufe ins europäische Ausland werden billiger. Runter gehen auch die Preise für Internet und SMS-Berichte. Und wer Knöllchen aus dem Frankreich-Urlaub ganz schnell wieder vergaß, darf sich jetzt auf eine offizielle Zahlungsaufforderung in seinem Briefkasten zu Hause gefasst machen.

Dass die Gebühren für Handyanrufe ins europäische Ausland jetzt fallen, ist einer Richtlinie der Europäischen Kommission zu verdanken, die die SMS-, Surf- und Anruftarife in allen EU-Mitgliedstaaten verbindlich herabsetzt.

In den nächsten drei Jahren werden die Tarife jedes Jahr pflichtmäßig gesenkt.

Höheres Mutterschaftsgeld für Selbstständige

Das Mutterschaftsgeld für Selbstständige, die acht Wochen Mutterschaftsurlaub nehmen, wird um mehr als 250 Euro erhöht. Gegenwärtig bezieht eine selbstständige Mutter 398,71 Euro während des Mutterschaftsurlaubs.

EU-Bio-Siegel verpflichtet

Ab dem 1. Juli müssen alle vorverpackten Bioprodukte aus der EU das europäische EU-Bio-Siegel tragen. Mindestens 95 Prozent der Inhaltsstoffe eines Bio-Produkts müssen demnach aus zertifiziertem Öko-Landbau stammen. Die Verpflichtung galt bereits seit dem 1. Juli 2010, tritt nach einer Übergangsphase aber erst jetzt in Kraft. Das neue EU-Bio-Siegel ist das einzige staatlich kontrollierte Gütezeichen dieser Art. Auf dem Logo sind die von der EU-Flagge bekannten zwölf Sterne als geschwundenes Blatt auf grünem Hintergrund zu sehen. Daneben stehen ein Kontrollcode und der Herkunftsort der verschiedenen Rohstoffe.

 

Knöllchen in Frankreich: kein Entkommen mehr

Belgien und Frankreich haben ein Abkommen unterzeichnet, um die Daten über festgestellte Verkehrsverstöße und Geldbußen auszutauschen. Verkehrsprotokolle, die in Frankreich verhängt werden, bleiben nicht mehr an einer virtuellen Grenze stecken, sondern erreichen der Verursacher jetzt auch nach dem Urlaub an seinem Wohnort in Belgien.