Haushalt braucht "nur" 78 Mio. € extra

Die belgische Bundesregierung muss 78 Millionen € zusätzlich einsparen, um den diesjährigen Haushalt ausgleichen zu können. Bundeshaushaltsminister Olivier Chastel (CDH - Foto) nimmt die jüngste Haushaltsanalyse des Monitoring-Komitees der Regierung mit Zufriedenheit auf.

Das so genannte Monitoring-Komitee wurde 2010 eingerichtet, um den Verhandlungspartnern während der Koalitionsbildung mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, wenn es um Themen rund um die Finanzpolitik ging. Die Regierung Di Rupo I. beschloss danach, diese Einrichtung beizubehalten.

Das Komitee beobachtet seit dem Ausgaben und Einnahmen von Bundesregierung und Staat und besteht aus Mitarbeitern der Ministerien für Finanzen, Haushalt und Soziales. In seiner jüngsten Haushaltsanalyse errechnete das Monitoring-Komitee, dass die Bundesregierung noch im laufenden Jahr 78 Millionen € an zusätzlichen Einsparungen vornehmen muss, um den Haushalt ausgleichen zu können.

Nächste Woche nimmt die Regierung eine umfassende Haushaltskontrolle vor. Haushaltsminister Olivier Chastel von der frankophonen Zentrumspartei CDH zeigte sich zufrieden und ist der Ansicht, dass dieses Geld recht leicht gefunden werden kann. Anfang des Jahres mussten schon einmal 13 Millionen € an Einsparpotential gefunden werden und dies sei geglückt, so der zuversichtliche Chastel.

Chastel ist zudem günstig gestimmt, weil der Zinsspread zwischen Belgien und dem Richtwert aus Deutschland sehr gering ist, was unserem Land möglich macht, frisches Geld zu günstigen Bedingungen an den internationalen Märkten zu leihen.