Küstenstädte sauer auf Wetterstation

Einige Städte und Gemeinden an der belgischen Nordseeküste sind sauer auf die Bettreiber der kommerziellen Wetterstation "Meteo Belgien", weil diese auf ihrer Internetseite bis Mitte August schlechtes Wetter für die Region vorhersagt.
Schlechtes Wetter an der Küste (Archivfoto)

Der Sommer 2012 hat noch nicht richtig begonnen, da spricht "Meteo Belgien“ schon von schlechten Wetter bis Mitte August. Die kommerzielle Wetterstation kündigt in einer Langzeitprognose dunkle Wolken über der belgischen Küste für die kommenden Wochen an und dass wollen die Tourismus- und Gaststättenverbände der Küstengemeinden und -städte so nicht hinnehmen.

Die Vertrauenswürdigkeit von Langzeitprognosen wird nicht nur vom Tourismussektor in Frage gestellt. Auch unsere VRT-Wetterfee Sabine Hagedooren gibt an, dass treffende Wetterprognosen höchstens für fünf Tage im Voraus gelten können. Alles andere sei eher Spekulation.

Im Tourismussektor wird unterdessen eine Absageflut für Hotelzimmer und Ferienwohnungen konstatiert, seit "Meteo Belgien“ die Langzeitprognose für das Wetter an der Küste in Belgien verbreitet hat. Offenbar schenken viele Urlauber und Tagestouristen der Wetter-Webseite viel Glauben. Zunächst dachten einige Fremdenverkehrsämter sogar daran, "Meteo Belgien“ zu verklagen, doch davon haben sie inzwischen wieder abgesehen.

An diesem Wochenende war an der belgischen Nordseeküste noch nicht viel los, doch das liegt wohl daran, dass viele Landsleute weite Urlaubsreisen angetreten haben und dass die Groß- und Zentrumsstädte im Land mit einem verkaufsoffenen Sommer-Schlussverkaufs-Wochenende locken.

Zudem zieht es in diesen Tagen viele Daheimgebliebene zum einen oder anderen Musikfestival, denn hier hat die Saison mit dutzenden Festivals, Stadtfesten und anderen lokalen Aktivitäten alleine im belgischen Bundesland Flandern gerade erst begonnen.