136 Mal Flugzeuge mit Laser irritiert

Im vergangenen Jahr sind in 136 gemeldeten Fällen Flugzeuge im belgischen Luftraum mit Laserstrahlen beschossen worden, weitaus mehr als in vorangegangenen Jahren. Solche Laserstrahlen können den Flugverkehr und die Piloten irritieren.

Laserstrahlen auf Flugzeuge zu richten, ist zumindest im belgischen Luftraum verboten. Darum werden die Piloten seit 2010 dazu angehalten, jeden Fall von Laserlichtbeschuss den Behörden zu melden.

Dieser Meldeaufruf könnte einer der Gründe für die hohe Zahl der gemeldeten Vorfälle sein. Letztes Jahr wurden 136 Fälle gemeldet, 2010 etwa 80 und im Jahr davor nur 5. Strahlen von starken Laserlampen können von der Erde aus bis in die Cockpits der Piloten reichen. Trifft ein solcher Lichtstrahl auf die Sicht oder in die Augen eines Piloten, kann dieser Fehlreaktionen durch Irritation vornehmen oder auch Schäden an der Netzhaut seiner Augen. Beides kann während eines Fluges fatale Folgen mit sich bringen.

Das Generaldirektorium der belgischen Luftfahrt weist aber darauf hin, dass keiner der in Belgien vorgekommenen Fälle irgendwann einmal Flugreisende im hiesigen Luftraum in Gefahr gebracht hat. Und doch sind Fälle von Laserbeschuss auf Flugzeuge ernst zu nehmende Straftaten und die Polizei eröffnet jedes Mal eine neue Akte. Die Täter werden geortet und identifiziert. Im Sonderkommando Flugsicherheit der belgischen Bundespolizei ist einer der Ermittler für die Verfolgung Vorkommnisse abgestellt.