Wohnversicherung in Flandern kaum bekannt

Die Versicherung für Wohnabsicherung ist nicht ausreichend bekannt. Dieser Ansicht ist Flanderns Landesministerin für Wohnen, Städte und Sozialwirtschaft Freya Van den Bossche (SP.A). Die Zahl der Anträge auf entsprechende Versicherungen sinkt in letzter Zeit.

Die flämische Sozialistin und Landesministerin für Wohnen, Freya Van den Bossche, will eine Informationskampagne auf den Weg bringen, der Versicherungen für Wohnabsicherung im belgischen Bundesland Flandern promoten soll.

Eine solche Versicherung triff dann in Kraft, wenn man einen Kredit für den Kauf oder die Renovierung eines Hauses oder einer Wohnung hat und sein Einkommen, z.B. durch Arbeitslosigkeit verliert. In unserem Land sind diese am 1. April 2009 eingeführten Versicherungen zur Wohnabsicherung kostenlos, denn der Staat finanziert die entsprechenden Prämien.

Ministerin Van den Bossche (Foto) ist angesichts sinkender Antragszahlen davon überzeugt, dass diese Versicherungen bei den Verbrauchern gar nicht bekannt sind. Gegenüber der flämischen Sonntagszeitung De Zondag sagte sie, dass sie über die soziale Einrichtung "Wohnen in Flandern“ Infokampagnen auf den Weg bringen will, die sich in erster Linie an Notare richten soll, denn diese sind beim Erwerb einer Immobilie immer direkt an den Verbrauchern dran.

Dazu will sie mit den Notarverbänden in Flandern sprechen und ausloten, wie man entsprechende Anträge vereinfachen könnte. Seit diesem Jahr gilt bei den Wohnversicherungen keine Einkommens-Obergrenze mehr in Flandern. Allerdings sollte der Preis für die zu erwerbende Immobilie im Vergleich zu den Einkommen der Haushalte nicht zu hoch liegen.