Kongo: Außenminister Reynders ist besorgt

Belgiens Außenminister Didier Reynders (MR - Foto) zeigt sich sehr besorgt über das Ausmaß des wiederaufgeflackerten Konflikts im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Er ruft die internationale Gemeinschaft dazu auf, Maßnahmen zu ergreifen.

Im Osten der ehemaligen belgischen Kolonie Kongo haben meuternde Soldaten eine Zeit lang die Städte Bunangana und Rutshuru eingenommen und besetzt. Inzwischen sind die Rebellen, Tutsi-Rebellen und desertierte kongolesische Soldaten der Bewegung "Mouvement du 23 mars“ (M23) wieder abgezogen, doch bleibt die Situation in der Region gespannt.

Nach Angaben von Beobachtern sollen die Rebellen einen Angriff auf die Provinzhauptstadt der Region Nord-Kivu, Goma, planen, doch entsprechende Berichte wurden bisher nicht bestätigt.

Belgiens Außenminister Didier Reynders (MR) rief die Vereinten Nationen dazu auf, die UN-Blauhelme in der Region zu verstärken. Reynders bat auch das Nachbarland Ruanda, der Demokratischen Republik Kongo im Kampf gegen die Rebellen zu unterstützen. Ruanda könne zur dauerhaften Entschärfung des Konflikts in der Region Wesentliches beitragen, so der frankophone Liberale.

Im Laufe des Dienstags haben die UN-Blauhelme und die kongolesische Armee ihre Truppen in Nord-Kivi verstärkt. Bisher war die reguläre Armee gegenüber den M23-Rebellen machtlos und viele Zivilisten ergriffen die Flucht angesichts der Gewalt, der sie schutzlos ausgeliefert waren.