Die CPE-Bakterie ist auf dem Vormarsch

Seit Anfang des Jahres wurden in Belgien 206 Fälle von CPE-Ansteckungen festgestellt. Das sind schon jetzt mehr Fälle als im gesamten vergangenen Jahr. CPE ist eine Bakterienart, die gegen die meisten bekannten Antibiotika resistent ist.
CPE ist vor allem gefährlich für schwache Patienten in Krankenhäusern

Ein Träger von CPE-Bakterien, das sind medizinisch ausgedrückt Carbapenemase produzierende Enterobacterien, haben eigentlich keine Krankheitsbeschwerden und wissen zumeist nicht, dass sie die Bakterie in sich tragen. Zumeist verschwinden die Bakterien nach einigen Monaten auch wieder aus dem Körper.

Doch bei Menschen, die schwach oder ohnehin schon krank sind, kann CPE gefährlich wirken, wie Béatrice Jans vom Wissenschaftlichen Institut für Volksgesundheit angibt. So können Infektionen ausgelöst werden und nur wenige Antibiotika können dabei helfen.

Eigentlich taucht CPE eher außerhalb Europa auf, doch seit Beginn des Jahres wurden mehrere Fälle in Krankenhäusern in den Provinzen Ostflandern und Antwerpen festgestellt. Diese Krankenhäuser arbeiten eng zusammen, wodurch sich die Bakterie verbreiten konnte.

Offiziell haben CPE-Ansteckungen in Belgien bisher noch nicht für Sterbefälle gesorgt, doch es ist nicht sicher, ob der Tod von schwer erkrankten und schwachen Patienten nicht im einen oder anderen Fall auf eine CPE-Infizierung zurückzuführen sein kann, so Jans. CPE-infizierte Patienten sollten in Krankenhäusern isoliert behandelt werden, rät Béatrice Jans.

Immer gut die Hände waschen!

Das beste Mittel gegen eine CPE-Ansteckung ist immer noch eine intensive Handhygiene. Nicht nur vor und nach einem Krankenhausaufenthalt oder –besuch sollte man sich die Hände gut waschen. Auch im normalen Tagesablauf ist regelmäßiges Hände waschen nie verkehrt, so das belgische Wissenschaftliche Institut für Volksgesundheit.