1.500 Belgier klagen gegen Facebook

Etwa 1.500 Anleger aus Belgien haben Klage gegen Facebook eingereicht und wollen die Betreiber des sozialen Netzwerks vor Gericht ziehen. Ihrer Ansicht nach wurden ihnen im Zuge des Börsengang wichtige Informationen vorenthalten.

Die juristischen Verbrauchervertreter von Dolor, die schon die Kleinanleger der früheren Fortis Bank vor Gericht vertraten, haben bisher schon rund 1.500 Schadensersatzklagen von Anlegern gesammelt, die sich nach dem Börsengang von Facebook hintergangen fühlen. Dolor hatte damit geworben, geprellte Facebook-Anleger aus unserem Land zu vertreten und derzeit melden sich pro Tag zwei bis drei Aktieninhaber des sozialen Netzwerks, um sich der Sammelklage anzuschließen.

Nach Ansicht dieser Investoren und von Dolor habe Facebook den potentiellen Anlegern vor dem Börsengang bewusst entscheidende Informationen vorenthalten. Facebook solle schon im Vorfeld vom Rückgang der Einnahmen über das Netzwerk gewusst haben und soll mit einem weiteren Sinken der Einkommen durch die stets größer werdende Gruppe von mobilen Nutzern sogar gerechnet haben.

Diese Informationen soll Facebook angeblich nur mit einer ausgewählten kleinen Gruppe von Großinvestoren geteilt haben, nicht aber mit der Öffentlichkeit und den vielen Kleinanlegern, die auf schnelle Gewinne mit Facebook-Aktien gerechnet hatten.

Dolor plant noch im September, spätestens aber im Oktober die Sammelklage aus Belgien einem amerikanischen Anwaltsbüro zu übergeben, dass die Schadensersatzforderungen aus den USA sammelt, bevor vor einem US-Gericht offiziell Klage gegen Facebook eingereicht wird.