4 von 5 Webshops täuschen ihre Kunden

Kunden, die Ware über das Internet kaufen, werden oft von Onlinegeschäften, den so genannten Webshops, getäuscht. Vier von fünf in Belgien zugelassenen und gemeldeten Webshops halten sich nicht an die Regeln und bleiben oft Nebenkosten betreffend im Unklaren.

Wie belgische Wirtschaftsinspektion hat die Internetseiten von 875 belgische Webshops untersucht und herausgefunden, dass diese in der übergroßen Mehrheit ihre Kunden täuschen, bzw. sie zumindest beim Erwerb von Produkten über entstehende Nebenkosten im Unklaren lassen. Das betrifft sowohl Ticketshops für Konzerte oder andere Events, Bekleidungsgeschäfte und Telekomanbieter, als auch Webseiten für Kredite. Schwachpunkte sind zumeist Transport- und Versandkosten oder ins Angebot hereingeschmuggelte Versicherungen.

711 dieser Webshops, also vier von fünf kontrollierten Internetseiten, wendeten eine oder mehrere gesetzliche diesbezügliche Bestimmungen nicht oder nicht korrekt an, die das Ergebnis der Untersuchung der Wirtschaftsinspektion ergibt. Die hiesigen Wirtschaftsblätter De Tijd und L’Echo hatten bereits Einblick in die Untersuchung und berichteten davon in ihren Donnerstagsausgaben.

Überraschend ist dabei vor allem, dass einer von drei Webshops ihre Kunden im Unklaren über den Endpreis des erworbenen Produkts lassen. Transport- und Versandkosten bleiben sehr oft im Dunkeln oder auch die beim Kauf von neuen Haushaltsgeräten in Belgien verlangten Beiträge zur Entsorgung von Altgeräten, die so genannte Recupel-Zulage. Oftmals fehlt auch der gesetzlich obligatorische Zusatz, dass jeder Kunde das Recht hat, innerhalb von 14 Tagen nach der Bestellung von Kauf der Ware zurücktreten kann.

Webseiten, die Kredite oder Hypotheken anbieten, täuschen offenbar fast alle ihre Kunden. Nur vier von 93 kontrollierten entsprechenden Webseiten boten ihre Produkte auf korrekte Art und Weise an.