Mechelen: Keine Hilfe gegen Kaninchenplage

Im Ortsteil Battel in Mechelen haben die Anwohner jeden Sommer mit einer enormen Kaninchenplage zu kämpfen. Doch die Stadtverwaltung unternimmt nichts dagegen. Derweil verschwinden ganze Gemüsegärten in den Mägen der putzigen Nager.
Wildkaninchen in Mechelen-Battel

Der Ortsteil Battel liegt in Mechelen (Provinz Antwerpen) zwischen der Leuvense Vaart und dem Zennegat. Hier breitet sich seit nunmehr drei Jahren eine Population von wilden Kaninchen ungehindert aus - sehr zum Missvergnügen der Anwohner. Die kleinen possierlichen Nager sehen süß aus, doch sie fressen jedwede Pflanzenart einfach weg. Blumenbeete verschwinden bis auf die Wurzeln und ganze Gemüsegärten sorgen dafür, dass es den Wildkaninchen an nichts fehlt.

Die Stadtverwaltung verweist die Leute in Battel auf die natürliche Selektion: So sollen tödliche Kaninchenkrankheiten die Tierchen ohnehin ausrotten und der kommende Winter tue das Übrige. Doch krank werden die Kaninchen seit drei Jahren nicht, denn sie haben ausreichend Vitamine zur Auswahl - die Gärten der Anwohner bieten eine große Auswahl.

Selbst eingreifen dürfen sie nicht. Ein älterer Herr aus Battel stellt fest, dass man für das Abschießen von Kaninchen strenger bestraft werde, als für die Ermordung eines Menschen. Dass die Menschen in Battel aber teilweise selbst schuld an der Kaninchenplage haben, ist ihnen auch bewusst. Früher haben sie alle Füchse ver- und gejagt, weil die die Hühner gerissen hatten.

Dadurch haben die Kaninchen heute keine natürlichen Feinde mehr und verbreiten sich immer mehr. Vielleicht sollten die Bewohner von Mechelen-Battel ein Jahr lang mal nichts mehr pflanzen?