Syrian Arab Lines in Brüssel unerwünscht

Nach der Anpassung der Embargoliste gegen Syrien von Seiten der Europäischen Union am vergangenen Montag sind die Flugzeuge der staatlichen syrischen Fluggesellschaft Syrian Arab Lines ab dem 1. August am belgischen Nationalflughafen in Zaventem nicht mehr willkommen.

Die EU-Embargo-Liste gegen Unternehmen und Personen, die das Regime von Bashar al-Assad in Syrien unterstützen, ist am vergangenen Montag noch einmal erweitert worden. Auf dieser Liste steht jetzt auch die Syrian Arab Lines, die staatliche syrische Fluggesellschaft. Ein Flugverbot sieht das Embargo nicht vor, doch können SAL-Maschinen, wenn sie in Europa landen, nach dem Stichtag 1. August beschlagnahmt werden.

Eine Sprecherin des belgischen Staatssekretärs für Verkehr und Mobilität, Melchior Wathelet (CDH) sagte dazu gegenüber der Nachrichtenagentur Belga: "Für den 1. August ist noch ein letzter Flug von Damaskus nach Brüssel geplant, um Belgier zu repatriieren. Wer einen Flug mit dieser Gesellschaft gebucht hat, der sollte am besten mit ihr Kontakt aufnehmen.“

Dieses Embargo soll nicht dazu dienen, die syrische Bevölkerung zu treffen, hieß es dazu, sondern es soll dem Regime die Gelegenheit genommen werden, weitere Einkommen zu erzielen.

Das Embargo für die syrische Fluggesellschaft hat eine Anpassung der Reiseempfehlungen des belgischen Außenamtes zur Folge, da die Möglichkeiten, das Land per Flugzeug zu verlassen, ohnehin sehr eingeschränkt sind. Das Außenministerium rät Landsleuten, die Syrien auf dem Luftweg verlassen wollen, sich an Egypt Air oder an Ethihad Airlines zu wenden. Diese beiden Fluggesellschaften sind nach Eintreten des Embargos am 1. August offenbar die letzten, die Damaskus noch anfliegen. Doch dies könne sich auch sehr schnell ändern, so das Außenamt in Brüssel.