Belgienweit heftige Gewitter und Tornados

In Tongeren hat in der Nacht ein heftiges Gewitter Straßen und Keller unter Wasser gesetzt. Einige Tornados sorgten in der Provinz Luxemburg für Aufregung. In den anderen Landesteilen war die Lage entspannter.

In einigen Ortschaften der Region um die limburgische Stadt Tongeren spülte das Gewitter eine fünf Zentimeter dicke Schlammschicht auf die Straßen. Die Feuerwehr musste zu etlichen Einsätzen ausrücken. Bis fünf Uhr morgens war die Feuerwehr im Einsatz, um Straßen vom Schlamm zu befreien. Auch am Samstag werden die Aufräumarbeiten fortgesetzt.

Auch im Heuvelland, in der Provinz Westflandern standen Keller unter Wasser. In Aalter, in Ostflandern, wurde das Erntefest von dem Gewitter getroffen. Autos konnten dort nach einem sehr ergiebigen Wolkenbruch nicht mehr wegfahren.

Pfadfinder in Sicherheit gebracht

In der Provinz Luxemburg haben sich bei den Gewittern in der Nacht zum Samstag an mehreren Stellen Tornados gebildet. Sie knickten Bäume um und deckten Hausdächer ab. In der Gegend von Virton wurden mehrere Zeltlager von Pfadfindern evakuiert. Die Zeltlager befanden sich in den Ortschaften Montquitin, Torgny und Virton. Die Pfadfinder wurden in der Schule von Harnoncourt und im Sportzentrum von Virton untergebracht.

Auch in der Provinz Namür mussten elf 14- bis 16-jährige Pfadfinder im Gemeindehaus von Rienne in Sicherheit gebracht werden, nachdem ihre Zelte um 23.15 Uhr überflutet worden war.

Der Zivilschutz und das Rote Kreuz mussten den Kindern helfen. Niemand wurde verletzt.

Entspannter war die Lage im Rest Belgiens. Die Unwetterwarnstufe wurde für weite Landesteile nach Mitternacht von orange auf gelb zurückgestuft. Die Musikfestivals Sfinks, Suikerrock und Tomorrowland hatten kaum unter Regen zu leiden.