Frauen belästigen soll 250 € kosten

Verschiedene Wochenendzeitungen berichten, dass die Stadt Brüssel in Zukunft sexistische Beschimpfungen und sexuelle Nötigung mit einer Ordnungsstrafe ahnden will. Auslöser der Maßnahme war der Dokumentarfilm „Femme de la rue“ (Frau der Straße).

Milquet plant Gesetz gegen SexismusDer Film, berichtet über sexistische Anfeindungen gegen junge Frauen auf den Straßen von Brüssel. Vor allem von jungen Männern mit Migrationshintergrund müssen sie sich in manchen Stadtteilen der belgischen Hauptstadt regelmäßig als ‚Nutte‘ und schlimmerem beschimpfen lassen, weil sie nicht auf deren plumpe Anmache eingehen. Auch werden junge Frauen ständig belästigt.

Die Stadt Brüssel will ab September entsprechende Taten mit 250 Euro Bußgeld belegen.

Milquet plant Gesetz gegen Sexismus

Auch Belgiens Bundesinnenministerin Joëlle Milquet (Foto) bereitet einen Gesetzentwurf zur Bekämpfung des altäglichen Sexismus vor. Milquet nannte Sexismus eine “gesellschaftliche Plage”, die dringend bekämpft werden müsse.

Geschlechtsfeindliche Aussagen und Stereotypen, die sich meistens gegen Frauen richteten, müssten unter Strafe gestellt werden können. Die Opfer dieser Art von Diskriminierung bräuchten dringend einen gesetzlichen Schutz.

Auch im Schulunterricht sollte mehr darauf geachtet werden, Werte wie Toleranz und Gleichberechtigung zu vermitteln.

Milquet sagte nach dem Sehen der Reportage “Femmes de la Rue“ der jungen Filmstudentin Sofie Peeters, die am Donnerstag im VRT-Nachrichtenmagazin Terzake gezeigt worden war, sie sei entrüstet.