Ruanda kann weiter auf Belgien zählen

Belgien will sein Engagement in Sachen Entwicklungshilfe im zentralafrikanischen Ruanda vorläufig nicht beenden, wie ein Sprecher des zuständigen Staatssekretärs in Brüssel gegenüber der VRT bestätigte.
Tutsi-Rebellen terrorisieren den Osten Kongos

In der vergangenen Woche haben die Regierungen Deutschlands und der Niederlande beschlossen, die Entwicklungshilfe an Ruanda zu stoppen, denn das zentralafrikanische Land unterstützt die Tutsi-Rebellen im Osten des Nachbarlandes Kongo in einem bewaffneten Konflikt.

In diesem Teil der Demokratischen Republik Kongo sorgen diese Rebellen für bürgerkriegsähnliche Zustände. Tausende Familien und Angehörige anderer Ethnien flüchteten bereits. Inzwischen haben auch die USA den ruandischen Machthaber Paul Kagame (Foto) wissen lassen, dass er keine militärische Hilfe mehr zu erwarten habe, solange sich sein Land in die Probleme seines Nachbarlandes einmische.

Belgien hingegen will weiterhin den diplomatischen Weg beschreiten, wie ein Sprecher von Entwicklungshilfe-Staatssekretär Paul Magnette (PS) gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion bestätigte. Nach Angaben des Kabinetts-Magnette werde der belgische Botschafter in Kigali, der Hauptstadt Ruandas, weiterhin versuchen, Präsident Kagame dazu zu überreden, an einer friedlichen Lösung des Konflikts im Osten des Kongo mitzuarbeiten.