Malonne will Michelle Martin nicht haben

Beamte der Polizeizone Namür bewachen das Klarissen-Kloster von Malonne vor Vandalen, denn nach dem bekannt wurde, dass die Ex-Frau und Komplizin des Kinderschänders Marc Dutroux dort aufgenommen werden könnte. Proteste und Graffiti sind die ersten Zeichen von Ungemach.

In der Nacht zum Mittwoch sind die Mauern des Klarissen-Klosters von Malonne in der Nähe der Provinzhauptstadt Namür mit Graffitis besprüht worden. "Non Non M.M.“ heißt es da und bedeutet wohl, dass Michelle Martin nicht in der Ortschaft gewünscht ist, falls sie tatsächlich nach 16 Jahren Haft vorzeitig entlassen werden soll.

Schon am Dienstagabend hatten Anwohner lautstark gegen die Nonnen im Kloster protestiert, weil diese Martin im Falle einer vorzeitigen Haftentlassung aufnehmen wollen. Weitere Proteste kündigen sich über Facebook-Gruppen an, mit denen die Polizei allerdings bereits Kontakt aufgenommen hat, um diese vor ihren Aktionen zu beschwichtigen.

Allerdings steht noch nicht fest, ob Michelle Martin freigelassen wird, denn der Kassationshof muss sich noch mit dem Urteil des Gerichts von Mons (Provinz Hennegau), dass die vorzeitige Haftentlassung aus korrekten formaljuristischen Gründen möglich macht, beschäftigen.