Hunderte gedenken Pukkelpop-Tragödie

In Hasselt haben am Sonntag hunderte Menschen der Pukkelpop-Tragödie vom letzten Jahr gedacht. Der Gedenkfeier wohnten auch Angehörige der Verstorbenen, die Bürgermeisterin von Hasselt, Hilde Claes und Festivalveranstalter Chokri Mahassine bei.

Am 18. August 2011 starben fünf Menschen nach einem heftigen  Sturm, der über dem Festivalgelände wütete. Es ist zwar schon ein Jahr her, aber für viele ist die Tragödie noch in fühlbarer Erinnerung.

"Ein Jahr ist nichts und wiederum alles (...) Für die meisten ist das Leben nach dem 18. August weitergegangen, aber für Kristof, Wendy, Marijke, Marlo und Jurgen, hörte das Leben abrupt und gnadenlos auf. Wir können und dürfen nur an die Zukunft denken. Wir müssen die Kraft hierzu aus dem Leben schöpfen dürfen", sagte Chokri Mahassine.

Dirk, der Vater von Marijke, eines der Todesopfer, ergriff ebenfalls das Wort. "Um 16 Uhr an diesem Tag haben wir eine letzte SMS erhalten: 'Hier ist es sehr warm und der Tag gestern war auch super', sagtest Du. Zwei Stunden später zerstörte ein Unwetter alles. Danach haben wir nie wieder einen Bericht von Dir erhalten. Wir können immer noch nicht glauben, was passiert ist", so Dirk, der auch die Wichtigkeit des Fortbestands von Pukkelpop unterstrich.

Das letzte Wort hatte die Bürgermeisterin Claes. Sie wandte sich an die Opfer und ihre Familien. "Ich halte Sie für unglaublich starke Menschen. Sie sind eine enorme Stütze für Chokri und alle Menschen von Pukkelpop. Ihre Würde verdient sehr viel Respekt", so die Bürgermeisterin.

Viele der Anwesenden legten noch eine weiße Rose vor dem am Sonntagmorgen eingweihten Denkmal nieder, das sich schräg gegenüber der Pukkelpopwiese befindet.