Die Borlée-Brüder stehen im 400 m-Finale

Kevin und Jonathan Borlée haben am Sonntagabend das Finale im 400 m-Lauf erreicht. Elodie Ouedraogo kam ins Halbfinale. Allerdings war es für die 400 m-Hürdenläuferin recht knapp. Bei den Reitern nahmen Philippe Le Jeune und sein Hengst Vigo Abschied.
Jonathan Borlée musste u.a. gegen den beinamputierten Oscar Pistorius antreten

Die Sprinterbrüder Kevin und Jonathan Borlée haben sich am Sonntagabend wie erwartet für das Finale im 400 m-Lauf qualifiziert.

Jonathan lag nach dem Start als 4. im Rennen, konnte sich jedoch noch auf Platz 3 verbessern.

Mit seiner Zeit von 44“99 musste er jedoch noch auf die Ergebnisse der weiteren Läufe warten, um sicher zu wissen, dass er weiter war. Eine leichte Muskelzerrung sorgte aber für kleine Probleme.

Sein Bruder Kevin hatte es da schon leichter, denn wurde in seinem Lauf in 44“84 Zweiter hinter Luluelin Santos aus der Dominikanischen Republik. Das 400 m-Finale der Herren wird am Montagabend um 22 Uhr 30 gelaufen.

Ouedraogo ebenfalls im Finale

Elodie Oudraogo hat sich mit dem 4. Platz im Halbfinale knapp für das Finale der 400 m-Hürdenläuferinnen qualifiziert. Nach dem Fehlstart und der Disqualifikation der türkischen Läuferin Karadere lief Ouedraogo zunächst sehr schnell, verbrauchte aber dabei viel Kraft.

In der letzten Kurve musste sie ihre Führung abgeben, kam jedoch als Vierte ihres Laufs ins Ziel und qualifizierte in 55“89 sich als Gesamt-Zwanzigste für das Halbfinale. Damit lag sie allerdings deutlich über ihrem eigenen Rekord von 55“29, den sie in London unbedingt noch brechen will.

Ende für ein legendäres Duo

Der belgische Reitsportler Philippe Le Jeune nimmt an individuellen olympischen Springreiten am Montag nicht teil. Sein Hengst Vigo d’Arsouilles war schon mit einer leichten Verletzung beim Mannschaftsspringen am Sonntag an den Start gegangen und dabei holten die beiden 8 Strafpunkte ein.

Alleine das sorgte bei den Springreitern für schlechte Werte. Danach gab Le Jeune zu, dass er die schwerste Entscheidung seines Lebens gefällt hatte, nämlich seinen geliebten Vigo trotz einer leicht verletzten Hufe im Wettbewerb geritten zu haben.

Danach war für ihn klar: Kein Start im Einzelspringen am Montag. Le Jeune hat sich also für das Wohlergehen seines Pferdes entschieden. Und Vigo geht jetzt verdient in Rente.

Der 52jährige Philippe Le Jeune hat mit dem Besitzer des Pferdes, ein Züchter hochwertiger Pferde, abgesprochen, dass der Hengst, der ihn solange begleitet hat, bei ihm bleiben darf. Allerdings wird er ab und zu einige Zuchtaufgaben haben. Für einen stolzen Hengst in sportlicher Rente bestimmt kein schlechter Lebensabend…