Olympia-Bronze für Seglerin Evi Van Acker

Die Laser Radial-Seglerin Evi Van Acker hat unserem Land eine weitere olympische Medaille gebracht. Im Finale wurde sie Dritte und holte damit Bronze. Gold ging an die Chinesin Xi Lia und Silber an die Niederländerin Marit Bouwmeester.
Evi Van Acker: Bronze in der Laser Radial-Klasse

Die 26jährige Seglerin Evi Van Acker aus Gent hat beim Finalrennen der Laser Radial-Seglerinnen die olympische Bronzemedaille gewonnen. Damit sorgte die nach Charline Van Snick (Judo) und nach Lionel Cox (Schießen) für die dritte Medaille bei den Spielen in London für unser Land.

In der Weymouth Bay and Portland Harbour, im Süden von Londen wurde sie Dritte hinter der Chinesin Xu Lia und der Niederländerin Marit Bouwmeester.

Nach den Vorläufen, wo sie sehr unterschiedliche Resultate erzielte, war sie nach dem fünften Wettkampftag am Samstagabend Gesamtvierte und hatte ausreichend Punkte, um einer Medaille nahe zu sein.

Im finalen Rennen am Montagmittag gab es ein Hauen und Stechen mit ihrer niederländischen Konkurrentin - Marit Bouwmeester war 2011 Weltmeisterin - und mit der Irin Annalise Murphy. Die Chinesin Xu Lia, aktuelle WM-Fünfte, war nicht zu schlagen und die Irin stand am Ende mit leeren Händen da.

Inzwischen feiert ihre Heimatgemeinde Zaffelare, wo die Genterin seit einigen Jahren lebt, ein großes Fest. Und Flanderns Landessportminister Philippe Muyters (N-VA) zeigte sich tief beeindruckt von der Leistung Van Ackers. Schließlich ist dies auch das erste olympische Edelmetall für einen Athleten aus dem belgischen Bundesland Flandern.

Berings und Zagré im Halbfinale 100 m-Hürden

Eline Berings (Foto) und Anne Zagré haben sich am Montagmorgen für das Halbfinale im 100 m-Hürdenlauf qualifiziert. Berings qualifizierte sich direkt und Zagré lief eine der besten Zeiten der Verliererinnen. Allerdings liefen beide Belgierinnen für sie eigentlich mäßige Zeiten.
Berings lief eine Zeit von 13“46, was deutlich schlechter war, als ihre persönliche Bestzeit von 12“94 und Zagré blieb mit 13“04 in einem deutlich besser besetzten Feld in ihrem Lauf ganz klar unter ihrem belgischen Landesrekord von 12“79.

Anne Zagré musste warten, bis alle Vorläufe beendet waren, um in der Endabrechnung zu sehen, ob sie unter den besten sechs Verliererinnen war, oder nicht. Das Halbfinale und das Finale der 100 m-Hürden der Damen findet jeweils am Dienstagabend statt. Für die Jamaikanerin Brigitte Foster-Hylton, eine der großen Favoritinnen in diesem Lauf, entwickelte sich der Vorlauf zu einem persönlichen Drama. An der 5. Hürde kam sie aus dem Tritt und wurde Letzte in ihrem Rennen. Wütend, schreiend und weinend musste sie einsehen, dass Olympia für sie gelaufen war…

Belgiens Kajak-Zweier chancenlos

Die beiden Kajakfahrer Olivier Cauwenbergh und Laurens Pannecoucke haben sich nicht für das A-Finale auf den 1.000 Metern qualifizieren können. Ihr Kajakzweier wurde im entsprechenden Halbfinallauf nur fünfter und damit letzter, was das Aus für die beiden bedeutete.

Offenbar hatten sich die beiden überschätzt, denn sie begannen mit einem schnellen Start und führten das Feld auf den ersten 250 m sogar an. Auf halbem Wege wurden sie von slowakischen Weltmeisterboot überholt und nach 750 m ging alles verloren, denn auch die Konkurrenz aus Russland, Portugal und Dänemark zog vorbei.

Nun heißt es im B-Finale antreten. Noch bei der letzten Weltmeisterschaft gelang dem Duo Cauwenbergh-Pannecoucke ein überraschender vierter Platz.